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Weilgasse 1/4, 1190 Wien
Myasthenia gravis
Seltene neuromuskuläre Autoimmunerkrankung

Myasthenia gravis ist eine autoimmune Erkrankung der Nerven-Muskel-Übertragung. Das bedeutet, dass die Signale von den Nerven zu den Muskeln nicht mehr richtig weitergeleitet werden. Ursache sind Antikörper, die fälschlicherweise die Andockstellen (Rezeptoren) an den Muskeln blockieren. Dadurch werden die Muskeln schnell müde und schwach.

Typische Symptome sind:

Doppelbilder

Muskelschwäche

Schluckstörung

Die Beschwerden können im Tagesverlauf schwanken – morgens sind sie oft geringer, abends stärker.

Diagnose

Die Diagnose wird durch eine neurologische Untersuchung, Antikörpertests im Blut, elektroneurographische Messungen und Bildgebung des Brustkorbs (Thymusdrüse) gestellt.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und Schwere der Erkrankung:

Mit diesen modernen Möglichkeiten kann die Lebensqualität deutlich verbessert werden, viele Betroffene leben heute nahezu beschwerdefrei.

Hinweis: In seltenen Fällen kann es zu einer sogenannten myasthenen Krise kommen, wenn die Atemmuskulatur stark geschwächt ist. Das ist ein medizinischer Notfall – in solchen Situationen ist eine sofortige ärztliche Behandlung (Notarzt!) notwendig. Zum Glück kommt dies dank der heutigen Therapien nur noch sehr selten vor.